WINNIE MARKUS.DE
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Home

Winnie Markus

Tierschutz

Filmografie

Kontakt

Links

 

 

 

 Über Winnie Markus

                                Winnie Markus

Winnie (Maria Eveline) Markus wurde am 16. Mai 1921 als Tochter einer wohlhabenden deutschen Familie in Prag geboren. Nach dem Gymnasium besuchte sie die Ballettschule und wurde dann in Wien mit sechzehn Jahren am Reinhardt-Seminar aufgenommen. Nach ihrem Abschluss 1939 und ihrem Debüt als Elfe in Shakespeare's "Sommernachtstraum" am bürgerlichen Theater in der Josefstadt in Wien, dem sie bis 1945 angehörte, stand die junge Nachwuchsdarstellerin in "Mutterliebe" zum ersten Mal in der Nebenrolle des naiven Roserl vor der Kamera; im selben Jahr gab es die erste Hauptrolle in "Brand im Ozean".

Die junge Winnie Markus galt als hohe Begabung und war als "deutsches Fräulein" auch für Hollywood interessant. Sie ging auf derartige Angebote jedoch nicht ein. "Davor hatte ich Angst", erinnert sich Markus. Sie blieb in Deutschland und spielte in folgenden Jahrzehnten immer wieder in verschiedenen Theatern; außerdem ging sie mit dem Burgtheater auf Tourneen.
Markus, vom Typus und Spiel her eine ungewöhnliche Synthese aus bürgerlichem Sittenstrenge und weiblichem Charme, erweiterte diese um emanzipatorische Nuancen 1942 als Schauspielerin Renate in "Sommerliebe" und etablierte sich damit als Star.

Bis Kriegsende drehte sie bei der Ufa rund 25 Filme, darunter "Die Geierwally"; eine erste große Hauptrolle erhielt sie 1942 als Konstanze in dem Mozart-Film "Wen die Götter lieben".
1946 heiratete sie den Berliner Hotelier Zellermayer. Ihr Sohn Alexander aus dieser Ehe kam 1982 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nach 1945 gründete Winnie Markus zusammen mit Viktor de Kowa die Filmproduktionsgesellschaft " Studio 45-Film GmbH", Berlin, die 1946 den ersten mit britischer Lizenz hergestellten Spielfilm produzierte: "Sag' die Wahrheit", welcher allerdings ein künstlerischer Fehlschlag wurde.

Sie spielte nun auch wieder Theater in Berlin, wo sie Helmut Käutner 1947 für den Film "In jenen Tagen" vor die Kamera holte.
Als Schauspielerin übernahm sie nun hauptsächlich die Rollen gereifter Frauen, sowohl im dramatischen als auch heiteren Unterhaltungsstreifen wie 1947 als Annette Rodenwald in dem Film "Zwischen Gestern und Morgen" oder 1950 in "Es begann um Mitternacht" und entwickelte sich damit zur populären Identifikationsfigur. Später wurden der Künstlerin historische Kostümrollen übertragen, in denen sie ihre komödiantischen Fähigkeiten und Ansätze zur Salondame ausspielen konnte, z.B. 1959 als vernachlässigte Fabrikantengattin in "Was eine Frau im Frühling träumt".

Der sportlich-elegante Filmstar spielte in Kino der fünfziger Jahre eine wichtige Rolle, wo sie mit Rudolf Prack in Heimatschnulzen ein zauberhaftes Liebespaar bildete. Allein bis 1960 war sie in rund 30 Filmen zu sehen – unter anderem als Lehrerin in "Kaiserwalzer" oder als Sabine in "Teufel in Seide"; daneben war sie an Berliner Bühnen engagiert.
 

In zweiter Ehe heiratete sie den "Salzbaron" Adi Vogel, gab ihren Beruf auf und zog sich ins Privatleben zurück.. Am 16. Dezember 1961 wurde Tochter Diana Winnie geboren.  

Ab da repräsentierte W. M. nur noch im Geschäftsimperium ihres Mannes. 1980 hatte sie ihr Comeback in Berlin am Renaissance-Theater; mit dem Stück "Bezaubernde Julia". Im Fernsehen war sie ab 1996 als Mutter von Uschi Glas in der Serie "Zwei Münchner in Hamburg", den Serien "Der Bergdoktor" (1993), "Wiedersehen in Kanada" (1992), "Zwei Münchner in Hamburg" (1989) oder "Die Fallers" zu sehen. Zuletzt drehte die Schauspielerin 2001 als Helen Shiplay in dem Rosamunde Pilcher-Stück "Blumen im Regen" in Cornwall

Die Schauspielerin verkörperte auch in ihren Filmen stets den Typ Frau, der sie selber war: die aparte Schönheit mit den feingeschnittenen Zügen, den hohen Wangenknochen und dem silberblonden Haar, die erwartet, dass man ihr Rosen schenkt; die Vorzeigefrau  für den gutsituierten Herrn, charakterfest, ohne aufdringliches Sex-Appeal. Eine Gefangene des Herzens mit Drang nach Höherem.
Seit 1993 lebt Winnie Markus in München, im Jahre 2001 war sie aus München wieder nach Berlin gekommen, in die Stadt, in der sie damals gelebt hatte. Zwei Monate lang stand die Ufa-Legende im Volkstheater "Hansa" in Pavel Kohouts Zweipersonen-Stück "Zyanid um Fünf" auf der Bühne und hatte nach der Aufführung ihren 80. Geburtstag mit Freunden und Kollegen gefeiert.

Winnie Markus, die 1986 das Filmband in Gold und 1988 das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, konnte ihre vielen Pläne nicht mehr verwirklichen.

Ihre letzte Tätigkeit waren die Proben an der "Kleinen Komödie am Maxmonument" im Dezember 2001.  .

Knapp ein Jahr nach ihrem 80igsten Geburtstag verstarb die Schauspielerin am 8. März 2002 in München an den Spätfolgen einer Lungenentzündung.

Nach einer würdigen Trauerfeier wurde Winnie Markus in München im engsten Familienkreis am Tegernsee beigesetzt.

 

***

***

***

***

***

***

***

  Filmografie / Bühnenengagements  

Mit freundlichen Dank an Frau Dheil.